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Man muss ihn einfach liebhaben

Because if you want me to "act professional", I can tell you that I'm not interested. I'm sitting in my home office wearign a bathrobe. The same way I'm not going to start wearing ties, I'm *also* not going to buy into the fake politeness, the lying, the office politics and backstabbing, the passive aggressiveness, and the buzzwords. Because THAT is what "acting professionally" results in: people resort to all kinds of really nasty things because they are forced to act out their normal urges in unnatural ways.

-- Linus Torvalds

[via]

swapiness

So wie es aussieht muss ich mich mal mit (Linux) Speichermanagement auseinander setzen da ich seit ein paar Monaten ein äußerst "interessantes" Problem habe, dass ich bisher aber erfolgreich ignoriert habe.

Obwohl meine Arbeitsmaschine schon ein paar Tage auf dem Buckel hat, habe ich damals 6GB RAM eingepflanzt - als ehemaliger Eclipse Nutzer hat man da ja gewissen Anforderungen - beobachte ich seit einiger Zeit nach ein paar Stunden Uptime, dass die Kiste anfängt wie blöde zu swappen, was unerwartet ist wenn man regelmäßig an einem uralt Netbook sitzt, da in der Regel die gleichen Programme nutzt und mit ~1GB RAM auskommt. Zuerst kriegt man das auch gar nicht mit, wenn man so versunken in sein Texstudio starrt, aber sobald dann ein Taskwechsel oder Ähnliches passieren soll, merkt man ... oh Backe, der Hund hat KWin und Plasma rausgeswappet. Was die Sache interessant macht ist, dass  ungefähr folgendes passiert:

  • irgendein Prozess, den ich noch nicht identifiziert habe läuft Amok, ich habe entweder Firefox/Flash oder Nepomuk/Virtuoso im Verdacht.
  • swap, swap, swap bis sich die Lage wieder beruhigt hat
  • geswappter Speicher wird größtenteils zurück in den RAM geschoben
  • KWin (teilweise) und Plasma (vollständig) bleiben im Swap hängen und daran ändert sich dann auch nichts mehr 

Wer die Zugriffszeiten der verschiedenen Speicher halbwegs im Kopf hat, kann sich vorstellen, was das für die Responsivität der GUI bedeutet. Wer sich das nicht vorstellen kann, für den hat Herr McCandless eine schöne Metapher, die mit Essen zu tun hat, parat.

Was kann man also tun? Bisher habe ich immer einfach Plasma neugestartet, weil ich zuerst diese Komponente in Verdacht hatte für die Swapperei verantwortlich zu sein. Mittlerweile glaube ich das aber nicht mehr. Also werde ich wohl oder übel mal profilen müssen ... wenn ich Zeit habe ... .

Bis dahin hilft hoffentlich, falls der Fall wieder auftritt, den Swap einmal von Hand zurück zu schreiben

# swapff -a

# swapon -a

und die Swapiness des Kernels zu reduzieren

# echo 0 > /proc/sys/vm/swappiness

Ich bin gespannt.

Falls sonst noch jemand Ideen hat, immer her damit.

KScreen

Mein neuestes Lieblingsfeature von Kubuntu 13.04 ist KScreen. UI technisch müssen sie noch ein bisschen was machen, aber funktional ist das Dingen klasse. Wie oft habe ich mich schon darüber aufgeregt, wenn man den externen Monitor abgeklemmt hat und dann zwar das alte Konfigurationstool automatisch gestartet wurde, das Fenster aber immer auf dem soeben abgezogenen Monitor gerendert wurde. Und wenn der dann auch noch der primäre Monitor war, hatte man kaum eine Chance, ohne wiederanstöpseln, die Sache zu erledigen. Das funktioniert mit KScreen echt deutlich besser. Der wählt automatisch aus den verfügbaren Monitoren den mit der höchsten Auflösung und setzt diesen als primär. So soll es sein.


Lenovo B560 (und Kubuntu 10.10)

Nach fast 5 Jahren habe musste ein neues Notebook her. Mein treues Samsung Q35 ist kurz vor dem Auseinanderbrechen und ich verspürte ein dringendes Verlangen nach mehr Platz und ein bisschen mehr Geschwindigkeit. Nichtsdestotrotz das Q35 war ein tolles Gerät und ich würde es jederzeit wieder kaufen.

Wegen der Wirtschaftskrise und so hatte ich diesmal aber keine 1400€ zur Hand, deswegen musste etwas Günstiges her. Obwohl man Geräte mit AMD hinterhergeschmissen bekommt, konnte ich das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren und habe die Suche auf Intels (i3 und i5) beschränkt. Nach nächtelangen Marktbeobachtungen ist es ein Lenovo B560 geworden. Das gibt es zur Zeit bei einem großen Onlineversand mit einer netten Ausstattung zu einem guten Preis.

  • Intel Core i5-460M (mit Boost 2,8 GHz)
  • 6 GB RAM
  • 500 GB Festplatte
  • Nvidia 310M Optimus
  • 15,6'' Display
  • Webcam, DVD, Fingerabdruckleser, HDMI, VGA, E-SATA ....

Macht unterm Strich 569€. Eigentlich bin ich kein Fan von solchen Riesendisplays, ein 13'' hätte mir deutlich besser gefallen.  Hier liegt auch mein einziger Kritikpunkt. Die Auflösung ist mit 1.366x768 Pixeln doch etwas mikrig für so ein großes Panel.  Aber auch das eine Frage des Budgets. Ein 13'' Notebook mit vergleichbarer Ausstattung und höherer Auflösung liegt schnell jenseits der 1000€ Marke. Die Farben sind gut, die Helligkeit bleibt auf der gesamten Fläche gleichmäßig erhalten und das Display spiegelt weniger als die anderen Reviews im Netz vermuten lassen (insgesamt 2,1).

Bis auf die Displayumrandung besteht das komplette Gehäuse aus geriffelter Plaste, was sich gut anfühlt und gut aussieht. Das Gehäuse ist stabil, gut verarbeitet und macht einen wertigen Eindruck. Die Tastur ist gut (2,1) und das Keypad stört deutlich weniger als ich das von anderen Laptops kenne. Das Touchpad funktioniert gut (2,0), und erlaubt Multitouch mit zwei Druckpunkten. Allerdings vermisst man schnell die rote Gummi-Klitoris vom Thinkpad wenn man  den ganzen Tag den Lenovo Schriftzug vor Augen hat.

Die Akkulaufzeit ist bei Lenovo mit bis zu 4 Stunden angegeben. Im normalen Betrieb unter KDE und einem 2.6.35 Kubuntu Kernel komme ich da nicht ansatzweise ran. Nach circa 2,5 Stunden ist Schluss. Die Ladezeit von 20% auf 100% beträgt ca. 80 Minuten. Dafür gibts keine Weihnachtsbaumbeleuchtung sondern nur weiße LEDs. Sehr schick.

Genug der Schleichwerbung für Lenovo. Kommen wir zum wenig erfreulichen Linuxteil dieses Logs.

Das Gerät kommt mit zwei Grafikkarten. Der i5 hat eine integrierte Intel HD Graka, die (imho) Out of the Box auch mit DRI zurecht kommt, kann ich aber nicht mehr so genau sagen. Zusätzlich dazu haben die Chinesen noch eine Nvidia 310M eingelötet. Natürlich habe ich vorher geprüft ob Nvidia dafür Linuxtreiber vertreibt. Tun sie. Leider habe ich das nicht ganz unwichtige "Optimus" im Datenblatt übersehen. Dabei handelt es sich um eine Technik die applikationsspezifisch zwischen der sparsamen Onboard Grafik und der Nvidia umschalten kann. D.h. wenn ich Einladungen zum Töpferkurs in MS Word schreibe arbeitet die Intel, wenn ich Tetris 3D spiele sorgt die Nvidia dafür, dass die Klötze nett aussehen. Lange Rede kurzer Sinn: Optimus wird natürlich nicht unterstützt und nach Aussage von Nvidia auch niemals vom Linuxtreiber unterstützt werden. Das habe ich aber erst herausgefunden NACHDEM ich ca. 4 Stunden lang versucht habe den Dreck zum arbeiten zu bewegen. Anschließend habe ich ca. 6 Stunden gebraucht um mein verfummeltes System gerade zu ziehen und die Nvidia Software samt Abhängigkeiten mit dem Skalpell operativ zu entfernen. Also lasst da einfach die Finger von. Entweder ihr könnt mit der Intel HD leben oder ihr müsst ein anderes System kaufen. Smokin' Guns läuft auf der Intel auch ganz ordentlich. Mehr brauche ich garnicht.

Wlan besorgt im B560 eine Broadcom BCM4313. Wenn ich das noch richtig im Kopf habe wird der Chip ab 2.6.37 direkt unterstützt. Bis dahin müsst ihr euch die Broadcom STA Treiber nachinstallieren (broadcom-sta-common). Der spielt aber nicht so gerne mit dem acer_wmi Modul (Hardwaretasten), solltet ihr also blacklisten. Sonst treten seltsame Effekte auf (z.B. kein WLAN nach Ruhezustand).

Die Klangwiedergabe verhält sich etwas merkwürdig, funktioniert aber. Da muss ich nochmal ran. Und der Fingerprint Sensor wird nicht unterstützt, aber sonst läuft alles. =)

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Kauf. Für das Geld bekommt man ein optisch/haptisch ansprechendes Gerät, das meinen Ansprüchen leistungsmäßig vollkommen genügt und hardwarebeschleunigte 3D Grafik wird sowieso überbewertet. :-)