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Böker Plus Colubris


Zum Geburtstag hat meine stetig wachsende Sammlung einen Neuzugang aus dem Hause American Kami erhalten. Dieses, von DJ Urbanovsky geführte, Einmannunternehmen stellt Messer her, die -- allein auf Grund der äußeren Erscheinung -- einen eher taktisch orientierten Kundenstamm bedienen. Auch das Colubris macht hier auf den ersten Blick keine Ausnahme, aber dieser Eindruck trügt.

Im Gegensatz zu taktischen Einsatzmessern, die eher auf Aufbrechen/Verteidigung/etc. optimiert sind, hat Urbanovsky nach eigenem Bekunden versucht mit dem Colubris eine eierlegende Wollmilchsau zu schaffen. Wer ein bisschen in der Materie drin ist, weiß dass das ein Ding der Unmöglichkeit und schon mehr als einmal versucht worden ist. Allerdings kann ich nach zwei Wochen "Bespielen" resümieren: das Colubris kann zwar keine Eier legen, aber eine Wollmilchsau ist es allemal! Top!

Lassen wir doch den Meister mit dem feinen Bart einmal selbst berichten:

Ich freue mich schon darauf, das Messer ausgiebig, über einen längeren Zeitraum zu testen ... Skandinavienurlaub oder Zombieapokalypse dürfte für dieses Messer beides keine große Herausforderung sein. :-)

PS: The knife can open beer! :-)

Böker Plus SanYouGo

Lange, lange hat kein Messer mehr den Weg zu mir gefunden. Doch jetzt wo die Festival und Campingsaison vor der Tür steht, habe ich nach langem Zögern ein weiteres Messer von meiner Wunschliste erworben. Wie der Titel vermuten lässt handelt es sich dabei um ein Böker Plus Sanyougo nach einem Design von Jesper Voxnaes in der Version mit grünem Canvas Micarta. Die weiteren technischen Details findet ihr auf der Böker Website.

Jesper selbst bewirbt das Messer als Kochmesser für den Camping und Outdoor Bereich, was auf Grund der geringen Abmessungen einerseits überrascht andererseits wegen der Santoku-ähnlichen Klinge plausibel erscheint. Youtube-Befüller und Forenkollege jackknife68 hat noch einen anderen Verwendungszweck gefunden und ich muss gestehen, das war auch mein erster Gedanke:

Das Böker Plus SanYouGo erinnerte mich sofort an eines der Messer, welches von diversen nativen Kulturen zur Bearbeitung von Häuten, Wild usw. verwandt wurde.

(Quelle: yt)

Da ich keinen Jagdschein besitze durfte sich das Sanyougo am Wochenende zuerst in der Küche, bei den Vorbereitungen zu einem zunftigen Asado, beweisen. Dort hat es seinen Job erstaunlich gut gemacht. Die Handlage ist trotz des stummelartigen Griffs ganz ordentlich und die Schneidleistung erwartungsgemäß sehr hoch. Die einzigen Probleme entstehen, wie man sich denken kann, wenn das zu bearbeitende Objekt Ausmaße besitzt, die die Klingenlänge überschreiten (Salatkopf, große Gemüsezwiebel). Dann ist es mit einem einfachen Schnitt nicht mehr getan und man fängt an rum zu hantieren. Aber es soll ja auch kein Ersatz für ein vollwertiges Kochmesser sein, sondern die Lücke zwischen Fahrtenmesser (zu dick, zu flach) und SAK (zum Kartoffelschälen und Dosenöffnen) schließen und das tut es zu meiner vollsten Zufriedenheit. Außerdem habe ich die vage Hoffnung, dass es mein geliebtes Weib endlich von der Verwendung eines Brötchenmessers, für alle in der Küche anfallenden Arbeiten, abbringt. ;-)

Btw.: auf dem letzten Bild gut zu sehen, die deutlich hellere Farbe der Micarta Schalen, als auf den Produktfotos von Böker. Gefällt mir sehr und genau so hätte ich es gerne auf meinem Haddock.

Sanrenmu 617

Heute war es endlich so weit. Als ich den Briefkasten öffnete lag darin ein kleines weißes Päckchen mit Absender Michael S. von Jusaya, der extra für mich ein paar 617er bei Sanrenmu geordert hat. Herzlichen Dank dafür!

Um genau zu sein, war ich weniger an dem Messer interessiert als meine liebe Frau. Warum werdet ihr gleich sehen, aber zuerst die Specs von der Website.

Klinge: 8CrMov14 (57-58HRC)
Länge 5.4cm
Stärke 2.42mm
Scale: Anodized Aluminum
Gesamtlänge: 15.4cm
Arretierung: Monolock
Gewicht: 49g

Wenn ihr dem Link zu Sanrenmu folgt werdet ihr feststellen, dass es das 617 in verschiedenen Farben gibt. Ich hatte auf grün spekuliert, Michael hat aber leider nur Blaue bekommen.

Das Messer selbst hat die gewohnt hohe Fertigungsqualität, mit der sich Sanrenmu im untersten Preissegment einen Namen gemacht hat. Die Klinge sollte mit 5,4 cm allen täglichen Aufgaben des urbanen Menschen gewachsen sein und kam bei mir ordentlich scharf aus der Verpackung. Außerdem besitzt das 617 einen (Taschen-) Clip und am hinteren Ende einen Flaschenöffner, der sich auch hervorragend zur Anbringung an einem Karabiner eignet. Die poppigen Farben, das ungewohnte Aussehen und die geringe Größe sorgen für einen sozialverträglichen Auftritt. Somit eignet sich das 617 perfekt für die Handtasche der biertrinkenden Frau, die eine Flasche nicht mit dem Feuerzeug aufmachen kann. :-) Ich würde sagen, der Sommer kann kommen.

Wer eher was Richtiges sucht sollte sich das neue 913P angucken. Die Meinungen in den einschlägigen Foren gehen da auch nur in die eine Richtung: SUPITOLL.

Semptec Urban survival knife ... crap

Das umsonst manchmal noch zu teuer ist, hat Pearl mit meiner letzten Bestellung mal wieder eindrucksvoll bewiesen.Als enthusiastischer Messerfreund freute ich mich vor zwei oder drei Wochen sehr über das wöchentliche Gratisangebot von Pearl: ein Messer mit integriertem Feuerstahl. Nicht schön, aber mal was Anderes. Ich hatte auch nichts Besonderes erwartet, einem geschenkten Gaul ..., aber als ich dann das Paket geöffnet und das Messer das erste Mal in der Hand hatte, hätte ich es am liebsten direkt vom Balkon geschmissen.

Das Messer war ingesamt ziemlich verschmiert, die Verarbeitungsqualität sieht nach Kindergartenbastelstunde aus und der braune Schmodder, der sich im Feuerstahlgehäuse verbirgt hat gewisse Ähnlichkeit mit Affenkot. Der Linerlock arretiert nicht, weil zu lang, und die Klinge selbst kann man auch nicht als solche Bezeichnen, da die Schneidkante eher die Form eines Hufeisens hat und somit keine Kante mehr ist.

Spielzeugmesser

Im Moment passiert es mir ständig, dass ich irgendwo hin gehe, wo Taschenkontrollen durchgeführt werden. Da ich seit ungefähr 14 Jahren keine Hose mehr getragen habe in der sich kein Schweizer Taschenmesser befindet ist das ein bisschen blöd. Dank dem allumfassenden Terrorabwehrwahnsinn müsste ich daher mein Victorinox Cybertool jedesmal einem vertrauenserschreckenden Sicherheitsmenschen anvertrauen. Das ist natürlich nicht so richtig in meinem Interesse, weil ich das Dingen schon gerne behalten will und die Chance das es nach dem Ende der Veranstaltung wieder auftaucht sehr klein ist.

 

Lange Rede kurzer Sinn, ich war gerade im Laden und habe mir ein Sportsman (84mm) gekauft. Das ist etwas kleiner, als die Normalen aber nicht so winzig wie die für den Schlüsselbund. Das kann man zur Not auch mal im Schuh unterbringen und ist nicht viel teuerer als die Chinanachbauten aus dem Baumarkt. Sollten sie es mir also wirklich mal abnehmen, kein so großer Verlust wie bei dem Cybertool, das ungefähr vier bis fünfmal so viel wert ist (mal ganz davon abgesehen, dass es ein Geschenk war!). Ansonsten hat das Sportsman neben der gewohnt guten Qualität auch die meisten Funktionen die ich so brauche.

 

Um nun aber endlich zum Kern dieses Postings zu kommen und mit der Lobhudelei auf Victorinox aufzuhören, wollte ich mal folgendes zum drüber nachdenken posten.

Im Laden gab es auch das neue My first Victorinox. Dieses Messer, ihr habt es sicher schon erraten, ist für Kinder gedacht, die bisher noch kein Taschenmesser hatten. Was qualifiziert dieses Messer nun für Kinderhände?

Das ist echt der größte Schwachsinn den man sich ausdenken konnte. Entweder man bringt Kinder gleich den richtigen Umgang mit Messern bei und erzieht sie zu ausreichend Verantwortung, oder man schenkt ihnen einfach keine scharfen Gegenstände. Das Dingen ist jedenfalls nicht mehr als ein besseres Blechspielzeug und hat mit einem vernünftigen Taschenmesser ungefähr so viel gemeinsam wie ein Kamel mit einer C-Klasse.

 

Wahrscheinlich ist das aber einfach nur ein Zugeständnis an die Nintendo Generation, die sowieso nicht mehr raus in den Wald geht und deswegen auch kein Messer braucht.

 

Und nun spricht zu euch der Experte, wenn es um Messer geht ... Crocodile Dundee meine Damen und Herren. :-D