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Doch, liebes Internet, macht Sinn die Snowden Videos auf Youtube zu parken ... mitdenken. :-) Nichtsdestotrotz gehört dem Mann, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des gerade begonnenen Manning Prozesses, der Balls of Steel Award verliehen.

Lesebefehl

Boston Manhunt

Diese Bilder die gerade massenhaft von bostoner Privatpersonen im Internet verbreitet werden fasst man ja wohl nicht! Was ist das denn bitte für ein Polizei-/Militärstaat?!

Die suchen EINEN Typen! Kein Wunder dass das mit Osama so lange gedauert hat. Und von den freiheitlichen Grundwerten will ich erst gar nicht anfangen.

Hier eine umfangreiche Bildergallerie:

Und bei Fefe gibts die passende VT.

Die Militarisierung Londons

Der Link ging zwar gestern schon durch sämtliche Kanäle, aber ich will ihn hier mal wegen des historischen Kontext archivieren:

Fühlt sich an wie die Kapitulationserklärung einer halbwegs zivilisierten Gesellschaft vor ein paar fehlgeleiteten Schafhirten aus den afghanischen Bergen. Sehr traurig.

Zombieapocalypse

Auf Cracked gab es vor langer, langer Zeit (2007) mal einen ausführlichen Artikel darüber, wie wahrscheinlich die Zombieapocalypse ist und auf welche Weise es uns mal erwischen wird. Wissenschaftlich hatte das ganze natürlich Hand und Fuß, wie es sich für eine aufklärerische Seite wie Cracked.com gehört, allerdings mache ich mir seit Fefe die Tage dieses Foto ausgegraben (2007) hat so meine Gedanken, ob es uns nicht schon längst erwischt hat. Wenn ich mich hier so umgucke, dann wird es jedenfalls langsam echt eng.

Das Beste wird sein ich schnappe mir die Frau und fahre dieses Jahr ins Trainingslager, um mich auf den Ernstfall vorzubereiten. Vielleicht läuft dazu ja auch etwas im Radio.

Attrappe

Kennt ihr diese Szene aus V wie Vendetta, wo er (6:40min) hunderttausende Masken in London verteilt? Genau das würde ich jetzt mit Bombenattrappen machen wenn ich ein Terrorist wäre. Dann steht die westliche Welt still, wir bekommen noch ein paar fiesere Gesetze und sobald die Toleranzgrenze bei den Kontrollen weit genug nach hinten verschoben ist ... naja könnt ihr euch denken ... *BUMM*.

Ok, viele Leute in diesem Internet sagen jetzt wieder "Das ist doch selbstgemacht!" aber das ist eine ganz gemeine Unterstellung! Das würden die nie machen!

Finanzkrise überstanden!

Oh man, Cthulhu sei Dank geht es den Banken endlich wieder gut. Sie haben die Finanzkrise gut überstanden und schon vergessen und schütten wieder satte Boni Aufwandsentschädigungen an ihre Chefbetrüger aus. Dann zahlen sie ja bestimmt auch die Billionen zurück, die sie sich bei den anderen 6,5 Milliarden Menschen und deren ungeborenen Kindern und Kindeskindern geliehen haben? Bestiiiimmt ... .

Cyberschild [update]

Ich kann mich nicht mehr dran erinnern wann das so richtig mit der Angst vor den fiesen Cyberterroristen angefangen hat, die im Auftrag feindlicher Regierungen in Atomkraftwerke reinhäcken um die Brennstäbe "rauf und runter fahren zu lassen". Spätestens seit Wargames weiß aber jeder Politiker wie evil diese Computer sind. Die Amis wiederum möchten gerne über Alles was da so fließt Bescheid wissen, zwecks Weltherrschaft Weltpolizei und so ... . Nachdem sie sich schon unsere Bankdaten unter den Nagel gerissen haben (s. SWIFT), haben sie einen neuen teuflischen Plan ausgeheckt wie sie an die restlichen Daten rankommen können. Es gibt nämlich immer noch landesspezifische CIX'e, die sie nicht ausschnüffeln können. Deshalb soll unter der Leitung der USA ein für alle NATO Staaten verpflichtendes, dem Raketenabwehrschild ähnliches System für die IT Infrastruktur installiert werden.

Wie das konkret aussehen soll, können sich wahrscheinlich nur ein paar Science-Fiction Autoren ausdenken. Die Konsequenz jedenfalls wird sein, dass die Amis Zugriff auf die Computersysteme ihrer Bündnispartner bekommen. Den Rest könnt ihr euch selbst ausmalen.

Eigentlich würde ich mir, dank der prominenten Unfähigkeit unserer Behörden und der langsam mahlenden Steine der Bürokratie, keine großen Sorgen machen, dass da in den nächsten 50 Jahren was passiert, aber dann bin ich über die zweite interessante Meldung des Tages gestolpert:

US-Medienberichten zufolge hat der in Zusammenhang mit der LNK-Lücke bekannt gewordene Stuxnet-Wurm weltweit 14 Industrieanlagen in den USA, Südkorea, UK und dem Iran befallen, auf denen die zur Anlagensteuerung eingesetzte SCADA-Software WinCC von Siemens läuft. Stuxnet ist speziell darauf ausgerichtet, Systeme mit dieser Software zu manipulieren. Laut Symantec ist der Wurm sogar in der Lage, die etwa zur Pumpen- oder Ventilsteuerung vor Ort eingesetzten speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) über das WinCC-System zu infizieren. (Quelle: heise.de)

Der Fnord springt einem förmlich ins Gesicht! Wenn es ein Land gibt, dem ich zutraue sowas loszutreten um die oben beschriebenen Pläne überstürzt und mit geringen Kontrollen versehen durchzusetzen, dann sind das die USA. Hat in der Vergangenheit schon oft genug geklappt.

update: Fefe hat jetzt auch was und er kommt zu dem Schluss, dass es die Russen waren.

Da hat jemand RICHTIG Geld in die Hand genommen, um diesen Wurm zu bauen. Wegen der ganzen Mitigation-Nervdinge, die Microsoft inzwischen in Windows eingebaut hat, veröffentlicht niemand mehr ohne Not einen schönen Exploit.

Wenn es die Amis waren, hat ein kleiner Anruf bei MS gereicht und die haben denen das da reingebaut. Wäre auch nicht das erste Mal, was meine These stützt.

Julian Assange kompromitiert und rehabilitiert

Eigentlich wollte ich zu der ganzen Geschichte um die angeblichen Vergewaltigungen duch Julian nichts schreiben, weil die Ente viel zuuu offensichtlich war und der erste öffentliche Hilfeschrei eines Geheimdienst-Apparates der bisher nicht gegen Wikileaks ankommt. Die Geschichte geht ungefähr so: Wikileaks publiziert einen großen Batzen geheimer Dokumente die den Afghanistankrieg betreffen, das Geschrei auf Seiten der Amis ist groß, man fordert Todesstrafen. Wikileaks stellt eine verschlüsselte Datei auf ihre Seite, die den geheimnisvollen Namen "Insurance" trägt. Darauf folgt eine kurze Zeit Ruhe vor dem Sturm. Nachdem Wikileaks weitere Veröffentlichungen ankündigt, das FBI versucht Assange in die Finger zu kriegen, dieser einen Job als Redakteur bei einer schwedischen Zeitung antritt (und sich damit auf den schwedischen Quellenschutz berufen kann) und Wikileaks einen Serverhousing-Vertrag mit der schwedischen Piratenpartei macht, bricht vor ein paar Tagen der Yellowpress-Shitstorm über Assange zusammen, als zwei Frauen ihn in Schweden wegen Vergewaltigung anzeigen. Böse Sache (vor allem wegen der groben Verfahrensfehler), aber damit war man schnell durch. Von Vergewaltigung sind sie runter auf sexuelle Belästigung. Dann wurde eine Anzeige ganz fallengelassen und die Zweite runtergestuft auf Belästigung.

Warum poste ich das jetzt also doch? Wegen diesem Artikel, der aufzeigt, dass Kompromat ein Standardverfahren gegen Leute ist, die sich bei Geheimdiensten unbeliebt gemacht haben. Zuletzt in Deutschland gesehen bei Tauss und Kachelmann (hier dürften die Geheimdienste allerdings keine Rolle gespielt haben). Auch wenn Assange erstmal rehabilitiert ist, wird die Aktion einen häßlichen Fleck hinterlassen, den er sicher nicht wieder los wird. Kennt man ja von Leuten die fälschlicherweise des Kipo Besitzes verdächtigt wurden mit Hausdurchsuchung, Medien und dem vollen Programm. Die daraufhin alles verloren haben und nur noch einen Ausweg gesehen haben. Stichwort "Operation Ore".

Btw.: Wie hilflos die Geheimdienste sind zeigt sich auch daran, dass sie sich seit dem Start von Wikileaks auf Assange konzentrieren und es scheinbar nicht einmal schaffen die anderen Mitarbeiter zu identifizieren.

Eldorado

Hui, das sind mal Zahlen und das ist nur EINE (vergleichsweise kleine?) Bank!

Wachovia hat nun zugegeben, zwischen 2004 und 2007 mindestens 375 Milliarden Dollar an mexikanischen Peso-Einlagen so gut wie gar nicht kontrolliert zu haben. Wachovia habe beide Augen zugedrückt und den Kartellen die gesamte Infrastruktur gestellt, lässt sich Chef-Ermittler Jeffrey Sloman beim Nachrichtendienst Bloomberg zitieren. Dabei habe man den Zusammenhang zwischen der Geldwäsche und den Toten im Drogenkrieg leicht erkennen können, erklärt Martin Woods. (Quelle: spon.de)

Kein Wunder, dass die Amis die Kontrolle über Südamerika bekommen und in Afghanistan behalten wollen. Mit dem Geld kann man wieder ein paar schwarze Projekte oder den nächsten Krieg finanzieren.