Sep 2: Auditentorium
Die Universität Paderborn kämpft seit einiger Zeit mit Platzproblemen. Im letzten Semester gab es zum Beispiel so eine lustige Regelung bei den Lehrämtlern(?), dass die Hörer in zwei Gruppen eingeteilt wurden und die dann wöchentlich abwechselnd zu den Vorlesungen kommen durften. Für das kommende Wintersemester haben sie sich was Neues einfallen lassen - Uni im Zelt. Im darauffolgenden Sommersemester wollen sie die "Räume" in einen ehemaligen Praktiker Baumarkt, der in Sichweiter meiner Wohnung liegt und seit dem 28.08. geschlossen ist, umziehen. Kein Scherz! Als ob sie damit auch nur geringfügig was an dem Problem ändern könnten, die ganze restliche Infrastruktur passt nicht zu so einem Andrang. Das fängt bei der Mensa an, die selbst im Sommersemester 30% über Kapazität war und hört auf bei dem nicht vorhandenen Angebot an Rückzugsmöglichkeiten zum lernen und arbeiten.
Achja, es gibt so Momente, da wünsche ich mich zurück an meine kleine verträumte FH. ![]()
[via]
Jul 4: Du kennst dich doch mit Computern aus!?!
Das musste aber auch endlich mal gesagt werden!
[via]Der Informatikunterricht wird jedoch an den Folgen der auf oberflächliche Handhabungsfertigkeiten ausgerichteten Ausbildung noch viele Jahre zu leiden haben. Nicht allein deshalb, weil es schwierig ist, in kurzer Zeit und ohne entsprechend ausgebildete Lehrpersonen den Übergang von einem schlecht eingeführten Unterricht zu einem qualitativ hoch stehenden Unterricht zu vollziehen, sondern auch deshalb, weil die Informatik in der allgemeinen Öffentlichkeit ein falsches Bild bekommen hat. Informatiker sind nach landläufiger Meinung diejenigen, die "gut mit Computern umgehen" können, d.h. diejenigen, die möglichst viele Tricks kennen, mit welchen den von allerlei Unzulänglichkeiten ihrer Werkzeuge geplagten Computeranwendern geholfen werden kann. Wir sollten dieses Zerrbild unbedingt mit dem Inhalt klassischer Fächer wie Mathematik, Physik und Chemie vergleichen, denen wohl kaum jemand die grundsätzliche Substanz absprechen wird, auch wenn die Relevanz einzelner Themen durchaus diskutiert werden kann. (Quelle: Informatik Spektrum 2/2010)
Feb 15: Wir armen Studenten
Jul 29: Krankenversicherung
"Studenten, deren Familienversicherung endet, die Mitglied einer anderen Kranken-kasse sind oder die eine Beschäftigung aufnehmen, können die Mitgliedschaft bei unserer IKK wählen.
Studierende sind in der Regel bis zu ihrem 25. Lebensjahr bei den Eltern mitver-sichert. Haben Sie Wehr- und Zivildienst geleistet, dann verlängert sich die Familienversicherung grundsätzlich um diesen Zeitraum. Mit dem Ende der Familien-versicherung beginnt üblicherweise sofort die Versicherungspflicht in der Kran-kenversicherung der Studenten. Für versicherungspflichtige Studenten ist der Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag gesetzlich festgelegt.
Diese studentische Krankenversicherung besteht bis zum Abschluss des 14. Fach-semesters, längstens bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres.
Wenn Sie Leistungen nach dem BAföG beziehen und beitragspflichtig kranken- und pflegeversichert sind, können Sie einen Zuschuss beim Amt für Ausbildungsför-derung beantragen." (Quelle: ikk.de)
May 7: Motivation von movere
Wenigstens diesem Tatbestand sollte man abhelfen oder ihn wenigstens eindeutig definieren können, meinen viele Bildungswissenschaftler, die zu diesem Zweck unterschiedliche Varianten "geeigneter Eignungsfeststellungsverfahren" entwickeln. Der jüngste kommt aus dem Lehrgebiet Mediendidaktik der FernUniversität in Hagen, wo Markus Deimann einen frei zugänglichen und obendrein kostenlosen Test konzipiert hat, der einerseits die individuelle Motivationslage analysiert, dann aber auch Strategien für eine erfolgreiche und zielgerichtete Selbstmotivation vorschlägt.
(Quelle: tp)
Ausserdem fällt in dem Artikel folgender Satz, der typisch für die Denkweise der Dozenten und ihrer Mitarbeiter ist.
Unsere Sehnsucht nach dem intrinsisch motivierten Studenten, der aus eigenem Antrieb (Motivation von movere!) die Vorlesung nacharbeitet, zusätzliche Literatur liest etc, ist ein sehr hohes Ziel. Es ist uns wohl erlaubt und auch sinnvoll, als Dozenten von diesem Ziel zu träumen. Wir sollten aber von der Realität nicht zu sehr enttäuscht sein. (…)
So oder so ähnlich habe ich diesen Wunsch in diesem Semester schon mehrfach gehört. Meist in etwas schärferer Form.
Dazu kann ich nur sagen: Ich habe vor lauter Abgaben die erledigt werden müssen gar keine Zeit ein Buch zu lesen. Selbst wenn ich die Zeit hätte, könnte ich kein Buch lesen weil ich dafür kein Geld habe. Und weil ich kein Geld habe muss ich arbeiten, was sich wiederum negativ auf meine Zeit auswirkt und deswegen kann ich nicht so viel arbeiten wie ich müsste bzw. gerne würde.
Drecks Bachelor!
Apr 15: arm sein
Und dann gehe ich auch noch auf so eine Kindergarten FH, wo sich im Moment alle gegenseitig anfetzen und auf den Sack gehen. Und wer muss es ausbaden? Natürlich die zahlenden Kundschaft .... die Stundenten.
Apr 8: Scheiss Vista #16: Zaaaaaaapp
Heute war ein schöner Tag. Wir saßen in Internettechnologien. Die Veranstaltung findet in einem Poolraum statt, der mit dem Neusten ausgestattet ist, was man für Geld kaufen kann ...natürlich Vista auf den Kisten.Weil sie beim installieren ein paar Eclipse Plugins vergessen haben, sollten die heute händisch nachinstalliert werden, über den Update-Manager von Eclipse. Ich saß etwa in der Mitte des Raumes und mit fortschreitendem Statusbalken ging eine Kiste nach der anderen aus oder blieb auf einem Bluescreen hängen. Da habe ich kurz auf meinen Linux Desktop geguckt und gelacht (auch wenn damit im Moment auch nicht alles in Butter ist, aber das ist eine andere Geschichte).An sowas kann ich echt meine kindliche Freude haben.
Feb 29: Halbzeit
Dank Bachelor habe ich nun auch schon die Hälfte meines Studiums rum.
Wer mal wissen möchte wie man sich als moderner Student fühlt, der sollte sich diesen Artikel auf Spon durchlesen. Der Schreiberling hat es ziemlich auf den Kopf getroffen.
"Die Hälfte ist rum, die Bücher stapeln sich. Ich mag das Fordernde am Bachelor, es zeigt mir, dass mein Studium auch Leistung bedeutet. Verschult ist der Bachelor noch lange nicht. Aber ich vermisse ein Gefühl, dass ich als "neuer" Student gar nicht kennen kann. Dieses universitäre Gefühl. Dieses Gefühl von maximaler Freiheit. Dieses "Lern was und wann du willst"-Ding – manchmal wabbert es noch durch die Hörsäle. Dieser Ozean voll Wissen und Weite, denn man mit einer Nussschale bereisen darf. Doch das ist vorbei, der Student von heute steigt ins Speedboot um. Es ist zum Seufzen."
Ich finde schon, dass es hier eher zugeht wie auf der Schule, aber naja ... .







Letzte Worte